| | Mit insgesamt drei Fechterinnen und drei Fechtern schaffte der Dürener Fechtclub den Sprung zu den Deutschen Meisterschaften der Kadetten (A-Jugend) und reiste dafür am vergangenem Wochenende nach München.
Im Einzel am Samstag waren Lisa Ricken, Jens Tribbels und Norwin Ridder qualifiziert und durften sich mit den je besten 98 Damen und Herren Deutschlands messen.
Bei den Damen erwischte Lisa Ricken eine stark besetzte Vorrunde, konnte aber auch nicht ihre beste Leistung abrufen. In den letzten beiden Gefechten fand sie erst zur gewohnten Sicherheit und konnte ihre Gegnerinnen aus Wolfsburg und Stuttgart bezwingen und somit den Sprung in die folgende Direktausscheidung schaffen. In der ersten Runde konnte sich die Dürenerin als 65. gegen die an 64. gesetzte Fechterin aus Halle mit 15:10 durchsetzten, bevor sie dann in Runde zwei gegen die bis dahin an Nummer eins gesetzte Fechterin mit 5:15 ausschied. Am Ende wurde sie mit dem 61. Platz belohnt.
Bei den Herren schied Norwin Ridder leider schon in der Vorrunde aus, nachdem er kein Gefecht gewinnen konnte. Alle seine Gegner stammten aus professionell aufgestellten Vereinen mit besseren Trainingsbedingungen. Dennoch war es für den Dürener eine tolle Erfahrung. Jens Tribbels erwischte daneben einen guten Tag und konnte allen Gegner Paroli bieten und die Hälfte seiner Gefechte, nämlich drei, gewinnen. Dies bescherte ihm als an 45 gesetzten ein Freilos in der ersten KO-Runde. In der zweiten Runde traf er dann auf einen Sportler aus Duisburg, dem er verständlicherweise unterlegen war, wurde diese doch am Ende immerhin dritter. Er freute sich dennoch riesig über den 45. Platz, also in der oberen Ergebnishälfte.
Am zweiten Wettkampftag standen dann die Mannschaften auf dem Programm. Bei den Damen bildeten Lisa Ricken, Cordula Ridder und Alrun Ridder das Dürener Team von insgesamt 20 Mannschaften, bei den Herren Jens Tribbels, Norwin Ridder und Jaan Müller. Hier waren 22 Team gemeldet. Die Starterfelder zeigen bereits, welche Bedeutung es hat, überhaupt eine Mannschaft stellen zu können, obwohl es schon mehrere Startgemeinschaften gab, die auch immer wieder kritisiert und diskutiert werden.
Bei den Herren stand man sich mit Eilbeck/Waldoerfer SV, Stuttgart und Radebeul gegenüber. Alle drei Mannschaftsgefechte gingen leider verloren, doch zeigten alle drei Dürener unter den Augen von Trainer Niclas Flosdorf Kampfeswillen und gute Aktionen, die es nun im Training weiter zu verbessern gilt. Am Ende wurde das Dürener Team 21.
Die Damen mussten sich mit Fürth/Würzburg, Weinheim/Mannheim und Bremen messen. Den ersten beiden musste man sich geschlagen geben, doch gegen die Gemeinschaft aus Bremen war ein Sieg möglich, der mit einer geschlossenen Mannschaftleistung mit 45:37 auch gelang. Hier zeigte vor allem Alrun Ridder in ihrem letzten Gefecht eine hervorragende Leistung und riss ein Lücke, welche Cordula Ridder und Lisa Ricken bis zum Schluss halten konnten. Dies reichte, um in das KO der besten 16 einzuziehen, wo der spätere Sieger aus dem bekanntesten Fechtclub der Welt, nämlich Tauberbischofsheim, auf die Dürenerinnen wartete. Eine tolle Erfahrung für die drei, die sich am Ende nach der erwarteten Niederlage mit dem 16. Platz sehr zufrieden zeigten. Dies gilt auch für den Trainer Carsten Muschenich, denn eigentlich waren die Saisonziele mit den jeweiligen Qualifizierungen über die Saison schon erreicht worden. Nun heißt es, auf diesen Leistungen weiter aufzubauen.
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